Der Kiger Mustang

Rasseportrait
Quelle: Julia Hipp Fotografie

Abstammung

Die Vorfahren des Kiger Mustangs kamen einst mit spanischen Einwanderern nach Amerika. Das Erbgut des Kiger Mustangs ist unter anderem auch auf das portugiesische Sorraia zurückzuführen.

1977 wurden sie auf dem Beatys Butte erstmalig entdeckt. In diesem schwer zugänglichen Areal im Südosten Oregons blieben sie weitestgehend isoliert und behielten ihr Erbgut und sind die homogenste, wildlebende Herde in den USA, anders als andere Mustangs zeigen sie viele Eigenschaften des original spanischen Mustangs, da sie von Hauspferden unbeeinflusst blieben.

Situation in den USA heute

Die verbliebenen knapp 30 Tiere wurden vom Bureau of Land Management (BML) in zwei besser zu erreichende und eingezäunte Areale gebracht, um sie vor dem Aussterben zu bewahren: die Kiger Herd Management Area (HMA) und die Riddle HMA. Zur Verbesserung der genetischen Vielfalt brachte die BML zusätzlich Mustangs mit Merkmalen eines Kiger in diese Gebiete und transferiert von zeit zu Zeit Pferde zwischen den beiden HMAs. Bei der letzten Zählung in 2014 kam man auf knapp 200 Pferde in den beiden HMAs.

Alle vier Jahre findet ein Round-Up statt. Dabei gehen die Adoptionspreise im Bieterverfahren nicht selten in den vierstelligen Bereich.

Exterieur

Alle Kiger Mustangs besitzen das Dun-Gen, also das Falben-Gen – dun, grulla (Mausgrau) und selten auch red dun. Er steht im iberischen Typ mit edlem, oft konvexem Kopf und einer breiten Brust mit einem schön aufgesetztem und kräftigem Hals. Sein Rücken ist kurz und die schräge und gut bemuskelte Kruppe endet im tief angesetzten Schweif. Die Beine sind kräftig und die Hufe sind hart. Seine besonderen Merkmale sind der Aalstrich, zweifarbige und oft lange Mähne und Schweif, Zebrastreifen an den Beinen und gerahmte; gestreifte Ohren. Er erreicht eine Größe von 140 – 150 cm Stockmaß.

Interieur

Der Kiger Mustang ist intelligent und ausgeglichen. Personenbezogen sucht er sich auch mal seinen Menschen aus. Der Kiger ist ein treuer und mutiger Begleiter mit ausgeprägtem Herdenverhalten. Diese Eigenschaften setzen eine artgerechte Haltung und einen fairen Umgang mit diesen Pferden voraus. Geeignet sind sie für alle Sparten der Reiterei.

Situation in Europa

Dank des Engagements Einzelner gibt es in Deutschland mittlerweile zirka zwei dutzend Kiger Mustangs, davon drei Hengste, die zur Zucht eingesetzt werden. Außerdem findet man in Europa noch Züchter in Schweden und der Schweiz.

Quellen

Equimondi GmbH
Sandra Auer
www.ihearthorses.com
Bureo auf Landmark – State Herd Area: Kiger HMA, Oregon
Bureo auf Landmark – State Herd Area: Riddle Mountain HMA, Oregon

Autor

Andrea Trinler

 

Zuchthengste

CK Totally Tucker
Truthsayer’s Sun (Sunny)
Legacy

Quelle: Sandra Auer (CK Mustangs)
Quelle: Sandra Auer (CK Mustangs)
Quelle: Sandra Auer (CK Mustangs) | Foto: Wiebke Haas
Quelle: Sandra Auer (CK Mustangs) | Foto: Wiebke Haas
Quelle: Julia Hipp Fotografie

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