Mustang-Spezifisches bei der Haltung

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Dieses Thema enthält 15 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Markus Schori vor 1 Jahr, 7 Monate.

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  • #704

    Markus Schori
    Teilnehmer

    Es war also eine junge Stute, die bei der Geburt des ersten Fohlen gestorben ist. Hatte es falsch im Kopf.
    Auf alle Fälle war es ein klares Trauern und Abschiednehmen der ganzen Herde. Die haben alle gespürt, wie gesagt sogar über grosse Distanz, was passiert war und kamen ihr die letzte Ehre erweisen.
    Sowas von feinfühlig und intelligent!

    #703

    Markus Schori
    Teilnehmer

    Amazing recognition of death in wild horses:Sad, but beautiful. (*As always please like and share our page as we work hard towards the humane management of the Salt River wild horses) We did our very best today, to help a young wild mare who's baby had gotten stuck and died during delivery. Our experienced field team had jumped into action and our vet was getting there as fast as she could, but sadly the mare went into septic shock and passed, the baby had simply been stuck for too long. She was a beautiful dun mare, just 2 years old, her name was Clydette, daughter of Bonnie. But just as nature gave us heavy hearts and reminded us of how harsh it can be sometimes, it then immediately showed us how amazing it is also. So we'd like to concentrate on that, as it gave us all goosebumps. Right after we moved away from her body, we witnessed how her band came and nuzzled her, after which the roan, her lead stallion, cried out for her very loudly. Shortly after that, they moved away from her body but stayed close. Other bands heard that call and suddenly came out of nowhere and then knew exactly where the lifeless body lied, even while there were no other bands around when she passed. What happened next was amazing; the other bands stood in line taking turns saying their goodbye's. First one band, then another. Then the two lead stallions of those two bands got into a short power struggle. Then you can see how Clydette's lead stallion comes running back one last time letting out a short scream in a last effort to protect her, or perhaps to tell everyone that she was his. It takes a most highly intelligent species to understand and actually mourn death. We have seen bands mourn their losses before, but for other bands to come and mourn her death also was simply awe inspiring. These animals have evolved to have amazing survival skills and very close and protective family bonds. In this natural behavior, lies true scientific value. This video was taken after her own band (with the powerful roan) had already said their goodbyes and walked on. This is approximately 30 minutes after she had died. We invite everyone to draw their own conclusions. We thank all of the bystanders and public who were very considerate, helpful and respectful in particular the lady who called this in. Our number is (480)868-9301To learn more about how you can get involved, please visit our website: http://www.SRWHMG.orgRest in peace Clydette and little Tootie. (Baby was named by member Destini Rhone who lost her aunt Tootie on this same day, rest in peace aunt Tootie also.)

    Posted by Salt River Wild Horse Management Group on Donnerstag, 16. März 2017

    #702

    Markus Schori
    Teilnehmer

    Ich habe vor 2 oder 3 Tagen gerade ein Post auf Facebook gesehen, in dem jemand vom Abschiedsritual von wilden Mustangs berichtet hat. Es war im Video zu sehen und wurde beschrieben, wie die einzelnen Untergruppen der Herde nacheinander zu der Stelle gekommen sind, an der eine ältere Stute gestorben war. Sie haben ganz ruhig und als geschlossene Gruppe von ihr Abschied genommen und es kamen sogar „bands“ von weit weg noch da hin, sogar noch als der Kadaver schon weggebracht worden war. Die Mustangs wussten genau was geschehen war, auch wenn sie es gar nicht mitbekommen haben konnten. Wae sehr eindrücklich!
    Wenn ich den Post noch finde gebe ich euch den Link an.
    Ich bin davon überzeugt, dass Mustangs noch Fähigkeiten und Verbindungen zueinander haben, welche bei den domestizierten Rassen quasi wegen Nichtmehrgebrauch verschwunden sind.

    #701

    Andrea Trinler
    Teilnehmer

    Hallo.Ich möchte über ein trauriges Ereignis mit Bejou und Nacido berichten.
    Vor ein paar Tagen musste ich die Leitstute in meiner kleinen Herde eutanasieren lassen. Ganz bewusst habe ich einen Ort gewählt, wo die anderen Pferde abschied nehmen können.
    Bejou kam nur kurz und dann aber immer wieder zu mir, um mir einen kurzen tiefen Atemzug ins Gesicht zu geben. dann ging sie wieder an die Raufe. Ihr kleiner Hengst dagegen versuchte immer wieder „seine“ Stute (er war schon vorher sehr auf sie fixiert) zum Aufstehen zu animieren. Er biss und zog ihr an den Ohren und an der Oberlippe, scharrte immer wieder an ihr rum und hat ca 4 Stunden gebraucht um zu verstehen, dass sie nicht mehr aufsteht.
    Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein altes Pferd erlösen musste, aber so eine Reaktion hab ich noch nicht gesehen. Auch die „Nichtmustangs“ trauern, aber die suchten sie mit Blick in die Ferne und Rufen.

    #511

    Justine Becker
    Keymaster

    Sind eure Mustangs auch so extrem auf euch fixiert? Und wie verhalten sie sich anderen/fremden gegenüber? Montana hängt wie eine klette an Martin und zeigt ganz deutlich, wie blöd sie es findet, wenn er sich mit einem anderen Pferd beschäftigt. Sie ist aber grundsätzlich freundlich zu allen Menschen bzw ignoriert sie. Sari macht ganz klare Unterschiede zwischen uns und anderen/fremden. Sie zeigt mehr als deutlich, dass ihr kein anderer zu nahe kommen sollte, wogegen sie bei uns immer anhänglicher wird.

    #452

    Urd Rupp
    Teilnehmer

    Andrea Trinler, wir züchten überwiegen und somit dürfen unsere Hengste immer in dem Verband bleiben. Derzeit haben wir auf der Weide ein Roundpen und arbeiten dort mit den Fohlen. Die Erwachsenen stehen drum rum und schauen zu. Wenn wir einen Bereiter gefunden haben, darf dieser auch dort mit dem Mustang arbeiten.

    #450

    Andrea Trinler
    Teilnehmer

    @ Urd. Sag mal, wenn der Hengst bei der Herde läuft, arbeitet Ihr dann mit ihm oder den Stuten? Oder lasst Ihr Herde Herde sein?

    #446

    Justine Becker
    Keymaster

    Sari ist zur Zeit auch noch sehr gut dabei und Montana hat ihre Figur auch erst im Laufe der letzten Zeit bekommen, wo sie gearbeitet wird. Denke, dass es bei eurem Shade auch anders aussieht, wenn er untern Sattel kommt.

    #442

    Elke
    Teilnehmer

    Hallo, bin jetzt auch endlich dabei:)
    Shade ist extrem leichtfuttrig und hat leider einen ganz schönen Bauch. Wenn er im Sommer Tag und Nacht auf der Weide steht ist das schon extrem. Er wird zwar noch nicht geritten aber trotzdem… .
    Er wird im Sommer nicht zugefüttert. In Intervallen bekommt er Mineralfutter dazu wegen seines Wachstums. Er ist jetzt 3 1/2.
    Im Winter bekommt er eine handvoll Agrobs Müsli (getreidefrei), Mineralfutter, Möhren und Heu. Ich hoffe, dass sein Bauch jetzt weggeht. Letzten Winter war es ok aber im Sommer… . Hat jemand einen Tipp dazu?
    Auch er reagiert sehr auf Fliegen und Bremsen. Nun sieht er mit seiner dunklen Farbe ja auch aus wie eine Bremsenfalle aber er reagiert schon. Da er so gelenkig ist verscheucht er sie sich selber aber das kann auch etwas nerven beim Führen o. Ä. .
    Aber ansonsten ist er KLASSE!!!!!

    #440

    Justine Becker
    Keymaster

    Ja, unsere Pferde stehen umgeben von Wald und wir haben dadurch schon recht viel Insektenzeug.

    #438

    Andrea Trinler
    Teilnehmer

    Das mit der Leichtfuttrigkeit kann ich nur bestätigen. Bejou und aber auch unsere anderen Pferde bekommen seit einem Jahr kein Industriell hergestelltes Futter. Da wir in der Umstellungsphase zum Biolandbetrieb(Schafzucht und Landschatfspflege) sind. Wir haben auch noch Allergiker im Stall und deshalb gibt es nun ganzen Schwarzhafer etwas Mineralfutter und etwas Luzernegrass. Ab und an mal Kräuter oder Wiesenblüten dazu. Das verträgt Bejou ganz gut. Und sie sieht gut aus. Den Hafer werde ich aber wohl weg lassen, wenn sie kein Fohlen mehr säugt. Der Kleine zehrt doch ganz gut. Auch ist unser Heu ja von extensiven Flächen und der Nährstoffgehalt daher nicht so wie bei gedüngten Flächen.

    Das mit den Fliegen hält sich bei uns in Grenzen. Eine Empfindlichkeit kann ich nicht feststellen. Allerdings sind unsere Weiden auf offener Pläne. Bei Euch ist der Wald nah drann, oder Justine?

    #432

    Justine Becker
    Keymaster

    Ein anderes Thema sind Fliegen und Insekten … unsere zwei reagieren viel extremer als unsere anderen. Montana ist unser erstes Pferd, das eine Fliegendecke auf hat, und was habe ich sowas früher verurteilt … mit Decke fühlt sie sich wohl und steht ruhig mit den anderen auf der Weide. Dieses Jahr haben wir Sari noch ohne Decke draußen gelassen, aber für nächstes Jahr werden wir ihr wohl auch eine Fliegendecke gönnen, wenn sie sich damit wohler fühlen sollte.

    #428

    Justine Becker
    Keymaster

    Was habt Ihr in Hinsicht auf Fütterung für Erfahrungen gemacht? Sowohl Montana als auch Sari sind sehr leicht füttrig und brauchen weniger als die anderen. Bei Montana hatte ich anfangs noch den Fehler gemacht, dass ich ihr im Fellwechsel zur Unterstützung Öl gegeben habe, das hatte zur Folge, dass sie sich ihre Mähne weg geschubbelt hat. Grundsätzlich reagieren beide auf jegliche Zusatzmittel, die bei allen anderen unterstützend wirken, mit Schubbeln. Also bekommen sie nichts zusätzlich und sind glücklich mit schöner Mähne und Schweif.

    #409

    Urd Rupp
    Teilnehmer

    Die Mustangs stehen am liebsten in Familienverbänden. Das heißt Mutter Kinder und Kindeskinder. Sie gehen ungern in Ställe, stehen lieber unter Bäumen, besonders wenn es warm ist. Sie lieben die Kalte Jahreszeit, jetzt fangen sie an zu spielen und zu toben. Bei uns läuft auch der Hengst in der Herde mit und er liebt es den Fohlensitter zu spielen.

    #397

    Justine Becker
    Keymaster

    Sowohl Martin als auch ich haben ja seit wir denken können, mit Pferden zu tun und zum Vergleich auch noch einige andere eigenen Pferde(paints und shettys😆) die zum größten Teil, wie auch Montana u sari, bei uns groß geworden sind und noch werden….doch wir sind uns einig, die Mustangs sind einfach anders. Wir können nicht genau sagen, was sie so anders macht, aber sie sind anders. Sie sind in jeder Hinsicht extremer. Ob es ihr Vertrauen ist oder ob sie etwas nicht wollen. Was bei beiden von Anfang an sehr auffällig ist, wenn sie einmal etwas gemacht bzw gelernt haben, ist es fest verankert und auch ewig später nicht mehr verlernt. Sie sind extrem auf ihre Menschen fixiert.

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